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Mona Lisa
Musée du Louvre, Paris
1503–1519
© 2018 GrandPalaisRmn (musée du Louvre) / Michel Urtado
Nach heutigem Kenntnisstand lässt sich feststellen, dass die Mona Lisa Lisa del Giocondo darstellt und möglicherweise von ihrem Ehemann Francesco in Auftrag gegeben wurde. Wie an seinen anderen Gemälden dürfte Leonardo auch an diesem langsam gearbeitet und nach und nach ein wundervolles Meisterwerk geschaffen haben, das seine aufeinanderfolgenden Mäzene begeisterte: Ludwig XII. (von 1507 bis 1512), Giuliano de’ Medici (von 1513 bis 1516) und schließlich Franz I., dem es gelang, das Bild zu erwerben.
Leonardo wählte diesen Ausdruck vermutlich, um dem Gesicht Schönheit und Anmut zu verleihen, aber auch, um eine unmittelbare und sehr wirkungsvolle Verbindung zum Betrachter herzustellen. Dieses einladende Lächeln führt den Betrachter in die Gedankenwelt der Mona Lisa. Doch Leonardo deutet ihre Gefühle lediglich an, ohne deren Ursache zu offenbaren.
Das Gesicht entsteht durch kaum wahrnehmbare Übergänge von Schatten zu Licht, die mit dünnen Lasurschichten (ölreichen Schichten mit sehr geringem Pigmentanteil) ausgearbeitet sind. Sie lassen die Konturen weich verschwimmen und erzeugen so einen Sfumato-Effekt (Weichzeichnung).
Ausgewählte Passagen, aus dem Französischen übersetzt. Originaltext: Vincent Delieuvin, Juli 2021, Musée du Louvre.
© 2018 GrandPalaisRmn (musée du Louvre) / Michel Urtado